
Und der jetzt in der Krippe liegt wird später von sich selbst sagen:
"Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben."

Der vorderste Hirte, der dem Betrachter den Rücken zuwendet, breitet liebevoll seine Arme aus, um mit Maria, Josef und den beiden anderen knienden Hirten einen schützenden Kreis um das Kind zu bilden. Und doch ist dieser Kreis nicht geschlossen, gerade so, als sollten bald noch andere hinzukommen, um das Kind anzubeten. Das Bild holt uns als Betrachter in diese Szenerie hinein.

Egal, was unsere Welt zurzeit so finster macht. Ob Schuldenkrise oder nie endende Gewalt in der Welt, ob persönliche Niederlagen oder Schicksalsschläge, zu Weihnachten werden wir hinzugerufen und hineingeholt in die Krippenszenerie, wo Hirten und Könige schon lange vor uns den Heiland der Welt besucht haben. Auch wir sollen staunen mit Ehrfurcht und großer Freude.

Christus, das Licht der Welt, will auch unsere Herzen erhellen und froh machen.

"Christ, der Retter ist da!" so singen wir am Heiligen Abend und zu Weihnachten. Wir tun dies in Anlehnung an eine jahrhundertealte Tradition, aber ebenso, weil wir uns damit der Gegenwart Gottes in der Welt vergewissern wollen.

Auch die Krippenspiele in den Gottesdiensten am Heiligen Abend haben diesen Sinn. Dazu lade ich Sie herzlich in
Pfingsten's Scheune in Algesdorf (Heiligabend 17 Uhr) und in die St. Jacobi - Kirche in Rodenberg (Heiligabend 16.30 Uhr) ein. Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen eine gesegnete Adventszeit.
Pastor Janßen