Auf ein Wort

Liebe Internet-User,

Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen…

…geh in seinem Frieden, was auch immer du tust. Geh unter der Gnade, hör auf Gottes Worte, bleib in seiner Nähe, ob du wachst oder ruhst.

Dieses Segenslied von Manfred Siebald kommt mir in den Sinn, wenn ich an die diesjährigen Hauptkonfirmandinnen und -konfirmanden denke, die bei ihrer Konfirmation am 19. April eingesegnet werden.

Bereits bei der Konfi-Freizeit Ende Februar/Anfang März haben sich die Jugendlichen Gedanken zum Thema Segen gemacht. Assoziationen, die ihnen einfielen, waren unter anderem: Behütet / beschützt sein, Hoffnung, Frieden, Gemeinschaft der Gesegneten, Wärme, Taufe, Gottes Liebe, Geborgenheit, Geschenk, Zuspruch, Zugehörigkeit, Glück, Hände von Pastor oder Pastorin werden über den Kopf gehalten, gutes Gefühl, Begleitung, Nähe / starke und positive Verbundenheit zu Gott.

Dann wurde es praktisch: Sie gestalteten nämlich jeweils ein Segenskreuz, indem sie zunächst ein Kreuz aus Holz aussägten und dies dann mit bunten Mosaiksteinen verzierten. Dabei waren Farben, Formen und Muster wohl-überlegt und standen für die Aspekte, die für den jeweiligen Jugendlichen eine wichtige Rolle spielten. Die beeindruckenden Resultate schmücken nun die Titelseite unseres aktuellen Gemeindebriefes.

Ich finde es schön, dass sich die Jugendlichen an dem genannten Wochenende so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben, da der Segen für mich bei der Konfirmation das ist, worauf es hauptsächlich ankommt. Schon in der Bibel hat der Segen die Menschen ermutigt, neue Wege zu gehen, schwierige Situationen zu meistern oder auch, um voller Hoffnung in die Zukunft zu sehen.

Gott hat die Menschen gesegnet, oft durch andere Menschen, und ihnen damit gesagt: „Ich bin bei dir. Wohin du auch gehst und was du auch machst, ich begleite dich. Du bist nicht allein.

Darum ist es gut und richtig, dass der Segen nicht nur jeden Sonntag der Gottesdienstgemeinde zugesprochen wird, sondern gerade auch bei einem besonderen Anlass - und hier dann ganz persön-lich.

Früher war kurz nach der Konfirmation häufig auch die Schule beendet und die jungen Menschen machten bereits mit 14 oder 15 Jahren eine Lehre. Das ist heute nicht mehr der Fall, aber dennoch sind im Laufe der Konfi-Zeit aus Kindern Heranwachsende geworden, die bei ihrer Konfirmation im Anzug oder in einem schicken Kleid meistens schon richtig erwachsen wirken.

Ihnen nun den Segen Gottes zusprechen zu können empfinde ich als einen großen Schatz. Zumal niemand weiß, was die Zukunft bringt, und die jungen Menschen ihre eigenen Vorstellungen zusammenbringen müssen mit den Möglichkeiten, die ihnen offenstehen oder auch verwehrt bleiben.

Da bin ich auch als Erwachsene froh und finde es beruhigend, diese jungen Menschen von Gottes gutem Segen begleitet zu wissen.

Ende Mai finden dann die Silberne sowie die Goldene Konfirmation in St. Jacobi statt. Und auch hier werden die Jubilare noch einmal persönlich gesegnet. Sollten Sie dazugehören und entweder 1976 oder 2001 konfirmiert worden sein, dann freuen wir uns auf Ihre Anmeldung!

Wer nicht dazugehört, kann sich aber z.B. im Rahmen der Aktion „Lauter Segen“ am 26.06.26 in der Apelerner Kirche persönlich segnen lassen, gern als Paar, aber auch als Familie, Freunde oder auch allein.

Ihre und eure Pastorin Sandra Schulz

Pastorin Sandra Schulz